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Diagnostic Description
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Die Familie ist durch einige Besonderheiten charakterisiert. Die Cheliceren sind stilettartig, mit einem beweglichen Digitus mobilis [156c]; entsprechend speziell ist auch das Subcapitulum gestaltet; die Ernährung ist vermutlich stechend-saugend. Das Prodorsum [156a,b] weist meistens ein paariges Tectopedialfeld (TL) auf, das von mehr oder weniger gezackten Chitinbändern umgeben ist; die Lamellarborsten stehen dicht beieinander, meist auf einer "Lamellarknospe", einem kompakten Chitin-Knoten, bzw. -Ring (bei Helvetobelba als zwei getrennte Chitin-Knoten ausgebildet). Sehr häufig ist das bogig nach unten ausgerandete Rostrum seitlich mit sog. "Apikalloben" (AL) versehen; dahinter befinden sich meist ein bis 4 Paar Rostralrandzähne (RZ); gelegentlich sind Apikalloben und Rostralrandzähne gleich gestaltet. Diese Rostrum-Strukturen sind in der Familie recht variabel, jedoch gute Artkriterien. Weitere strukturelle Details werden, wo nötig , in den Bestimmungstabellen genannt.

1. Vorderrand des Notogaster mit Zähnen oder Kielen, die auf Notogaster nach hinten verlaufen [wie 156a] ......................................................................2

- Vorderrand des Notogaster ohne Zähne oder Kiele .................................................................4

2. (1) Vorderrand des Notogaster mit 1 Paar lateralen Zähnen ; Mittelzähne fehlen oder werden durch eine Querwulst ersetzt ......................................................................3

- Vorderrand mit 2 Paar Zähnen , die nach hinten teilweise in Kiele übergehen können [wie 156a] (+) 5 Paar Genitalborsten; 9 Paar Notogasterborsten ....................................................................... Suctobelbella Jacot, 1937 (S. 304)

3. (2) Vorderrand des Notogaster mit 1 Paar lateralen Zähnen , in der Mitte eine schmale Brücke , die auf Prodorsum übergeht [156d]; Notogasterborsten jeweils auf linsenfoermigen, glatten Erhebungen, dazwischen grobe Cerotegumentstruktur; 10 Paar Notogasterborsten; 6 Paar Genitalborsten. (+) Prodorsum mit Tectopedialfeldern [156d, 157e-h] .................................................... Suctobelbila Jacot, 1937 (S. 299)

- Vorderrand des Notogaster mit 1 Paar lateralen Zähnen , statt der Mittelzähne ein Querwulst als mittlerer Vorderrand [156e]; 10 Paar Notogasterborsten nicht auf Erhebungen; 5-6 Paar Genitalborsten [157c,d] ...................................................................... Suctobelbata Gordeeva, 1991 (S. 299)

4. (1) Prodorsum ohne Tectopedialfelder; große Arten ( über 600 µm). (+) Rostrum seitlich ohne Randzähne (nicht im Bearbeitungsgebiet; alpin, am Großglockner : Rh. inexpectata Willmann, 1953) ....................................................................... Rhynchobelba Willmann, 1953

- Prodorsum mit Tectopedialfeldern; kleine bis mittelgroße Arten (unter 550 µm) ........................................................................... 5

5. (4) Lamellarknospe 2-geteilt [156g]; Notogaster vorn ganzrandig und ohne Verdickungen und mediane Unterbrechung. (+) Rostrum vorn beiderseits mit einer spitzen Ecke, dahinter keine Incisuren oder Zähnchen ; 6 Paar Genitalborsten; unter 300 µm lang ........................................................................ Helvetobelba Mahunka & Mahunka-Papp, 1999 (S. 298)

- Lamellarknospe ungeteilt; Notogastervorderrand mit Verdickungen bei den Bothridien und/oder mit medianer Unterbrechung .................................................................6

6. (5) Mittelkleine Arten (bis 400 µm); Notogastervorderrand nahe Bothridium jederseits mit einer leichten Verdickung [156f]. (+) Rostrumvorderkante nicht nasenartig vorgezogen, seitlich in je 1 Ecke ("Apikallobus") auslaufend, dahinter ein schmaler Einschnitt, dahinter ein weiterer Zahn; 5 Paar Genitalborsten; 10 Paar Notogasterborsten .................................................................... Suctobelba Paoli, 1908 (S. 301)

- Mittelgroß (450-550 µm lang); Notogastervorderrand ohne deutliche Verdickung. (+) Rostrum nasenartig vorgezogen, gerundet, vorn seitlich mit Randzähnen ; 4-6 Paar Genitalborsten; 10 Paar Notogasterborsten [157a,b] ........................................................................ Allosuctobelba Moritz, 1970 (S. 299)

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bibliographic citation
Weigmann, G., 2006, Hornmilben (Oribatida) [pages 261 to 322], Hornmilben (Oribatida) [Dahl, Tierwelt Deutschlands, Teil 76], pp. 261-322
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Weigmann, G.
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